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Travel 14. August 2018

Reisetagebuch 6. Akt: Helgoland, meine Liebe!

Vor einigen Jahren sah ich im TV eine Doku über die einzige deutsche Hochseeinsel: Helgoland. Bis dato wusste ich, dass die Insel exisitiert, mehr aber auch nicht. Die Sendung weckte in mir allerdings das Verlangen dort hinzureisen. Ein großer Grund waren die Robben, die man auf der Nachbarinsel Dühne findet. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil: Meine Erwartungen wurden übertroffen, weshalb es heute reichlich Bilder gibt.

Helgoland
Morgens um 9 Uhr ging es mit der Fähre von Cuxhaven nach Helgoland

»Die Insel ist klein«, behauptet man. »Da bist du ruckzuck außenrum gelaufen«, behauptet man. Mag beides stimmen, wenn man nirgends stehen bleibt. Ganz so wenig Zeit benötigt man dort allerdings doch nicht, erst recht nicht, wenn man versucht, beide Inseln innerhalb von knapp vier Stunden zu besuchen, ehe die Fähre zur Rückfahrt ablegt.

Helgoland
Kurz nach der Abfahrt in Cuxhaven
Helgoland
Helgoland
Ein Schiffswrack auf einer Sandbank
Helgoland
Helgoland
Helgoland
Blick auf Helgoland und die Nachbarinsel Dühne
Helgoland
Helgoland
Dühne
Helgoland
Einfahrt in den Hafen von Helgoland
Helgoland

Auf zu den Robben!

Die Fahrt mit der MS Helgoland dauerte rund zwei Stunden, dann stürmten die Touristen die Idylle. Vorbei am Yachthafen ging es für mich schnurstracks Richtung Fährhafen. Ich muss zugeben, ich war dann doch etwas überrascht, dass es mit einem kleinen Motorboot nach Dühne ging, aber es ist definitiv ein Erlebnis, wenn der Weg von einem großen Dampfer gekreuzt wird 😉

Helgoland
Ab ins kleine Boot…
Helgoland
…und rüber nach Dühne.
Helgoland
Helgoland

Rund zwanzig Minuten würde man für die Umrundung der kleinen Insel benötigen, behauptete die ältere Dame am Ticketschalter, als ich die Karten für die Fähre holte. Ich weiß ja nicht, ob die Uhren dort anders laufen oder ob es nur an der Hitze lag. Aber ich glaube, die Frau hat mich angelogen 😀 Oder möglicherweise meinte sie im Lauftempo ohne ab und zu mal stehenzubleiben 🙄

Dort angekommen war es natürlich das große Ziel, Robben und Seelöwen in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Ich hatte allerdings die Befürchtung, dass auch sie bei der Hitze lieber das kühle Nass bevorzugten. Und so schien es auch zu sein. Im nördlichen Teil der Insel, wo man sie angeblich am ehesten findet, waren sie jedenfalls auf den ersten Blick nicht zu finden.

Helgoland
Blick auf die Hauptinsel
Helgoland
Weit und breit war keine Robbe zu sehen

Wenn sie nicht am Strand waren, müsste man sie ja vielleicht im Wasser entdecken können. »Gehste halt mal Risiko und begibst dich mit der Kamera ein paar Schritte ins Wasser«, dachte ich mir. Doch merke: Gehe niemals — wirklich niemals! — mit dem Rücken zum offenen Meer und ohne Badesachen in die Hocke. Eine kleine Welle reicht und man könnte dir leichte Inkontinenz unterstellen.

Mit Kameras im Wasser
War irgendwie keine so gute Idee…

Und dann tatsächlich: Wie aus dem Nichts reckte sich plötzlich ein kleiner Kopf aus dem Wasser. Und dann noch einer. Kurz umgeschaut und wieder abgetaucht. Dieses Schauspiel schaute ich mir offenbar so lange an, dass am Ende die Zeit etwas knapp wurde. Aber wenn man so etwas bislang noch nie in der freien Natur sehen konnte, ist es echt faszinierend und man vergisst alles um sich herum.

Helgoland
Helgoland
Helgoland
Helgoland

Langsam setzte jetzt der Frust ein. Weit und breit keine Robben am Strand und eine Hitze, die einen Eindruck davon vermittelte, wie warm es wohl in der Hölle sein muss. Fotografiert man halt ein paar Möwen und sonstige kleine Vögel. Allerdings sollte man das nicht unbedingt im FKK-Bereich machen, wie mir plötzlich bewusst wurde, als mich die Rettungsschwimmerin darauf aufmerksam machte 😀

Helgoland
Helgoland
Helgoland
Helgoland
Helgoland

Die Zeit drängte so langsam. Mittlerweile waren wir völlig erschöpft am Südstrand angekommen und nur noch wenige Meter trennten uns von der Ablegestelle. Wir hatten also fast die komplette Insel umrundet … und dann das!

Helgoland
Die ganze Zeit gesucht…
Helgoland
…und die Spaßvögel tummeln sich nicht wie gewohnt im Norden…
Helgoland
…sondern im südlichen Teil der Insel!
Helgoland

Schnell noch ein paar Fotos gemacht und dann ging es zurück auf die Hauptinsel. Viel Zeit blieb nicht mehr, doch nach Möglichkeit wollte ich die »Lange Anna« noch sehen. Halb verdurstet dauerte es dann aber doch noch eine Weile, bis wir auf dem Oberland ankamen und drei Kilometer können dann doch länger sein als man denkt, erst recht, wenn man Angst haben muss, die Fähre zurück aufs Festland zu verpassen. Helgolands Wahrzeichen bekam ich also leider nicht mehr zu Gesicht, aber es war bestimmt nicht mein letzter Besuch auf dieser tollen Insel.

Helgoland
Blick vom Oberland auf Dühne
Helgoland
Helgoland
Helgoland
Helgoland

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