Tipps für dein Cosplay-Shooting

Tipps für dein Cosplay-Shooting

1920 1280 DRNG

Manche Menschen belächeln Cosplay, doch kaum jemand bedenkt, wie viel Arbeit dahinter steckt. Cosplayer investieren Unmengen an Zeit in die Fertigstellung eines Kostüms — und auch professionelle Fotoshootings verlangen sehr viel Ausdauer, Planung und Liebe zum Detail. Wie auch dein Cosplay-Shooting gelingt, möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen.

Vorbereitung

Cosplayer und Fotograf benötigen einen genauen Plan für das Shooting. Hat einer von beiden ein Wunschmotiv? Wenn ja, wie lässt es sich umsetzen? Zudem müssen Ort, Zeit und Requisiten abgesprochen werden. Was ist vorhanden und was nicht? Was muss noch besorgt werden und wie lange dauert das? Wie du siehst, kann sich die Vorbereitung aufgrund voller Terminkalender, von Lieferzeiten oder weil das Outfit noch gebastelt oder modifiziert werden muss, im schlimmsten Fall über Monate hinausziehen. Deshalb sollte man am Anfang immer ganz genau planen, was man shooten möchte und in welchem Zeitraum das realistisch umzusetzen ist.

Location

Jeder Charakter lebt in einer ihm typischen Welt. Vielleicht hast du schon eine Location für dein Cosplay-Shooting im Kopf. Wenn ja, umso besser, denn der Ort ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob die Fotos gut werden oder ob die Umgebung befremdlich wirkt. So wird Spider-Man wohl eher nicht im Wald auf Verbrecherjagd gehen.

Die Wahl der Location kann allerdings auch komplett wegfallen, wenn du dich für ein Shooting im Fotostudio entscheidest. Denn dann posierst du vor einer Leinwand und wirst in der Nachbearbeitung in eine komplett neue Welt geschickt. Hier ist es allerdings unter Umständen ratsam, die vom Fotografen im Vorfeld Arbeitsproben zeigen zu lassen, denn realistische Bildkompositionen erfordern eine Menge Geschick im Umgang mit Photoshop und Co.

Cosplay BeforeCosplay After

Natürlich hat ein Shooting im Studio aber auch den großen Vorteil, dass man sich viel einfacher umziehen und schminken kann und dass man sich auch weniger beobachtet vorkommt, als beispielsweise in einem Park. Das kann gerade für noch etwas schüchterne Cosplayer wichtig sein.

Der richtige Fotograf

Das Kostüm ist startklar, gewünschte Gruppenmitglieder, die am Shooting teilnehmen sollen, sind ebenfalls in diversen Facebook-Gruppen schnell zusammengetrommelt. Doch wo bekommst du nun den für dich passenden Fotografen her?

Fakt ist: Es gibt deutlich weniger Cosplay-Fotografen als Cosplayer. Viele Fotografen spezialisieren sich auf andere Themen wie Hochzeiten, Paare, Events, Sport oder Werbung. Mit Cosplay und der damit verbundenen Menge an Bearbeitungsaufwand können sich nur wenige Fotografen anfreunden. Da Photoshop als Werkzeug kein elementarer Bestandteil der Ausbildung zum Fotografen ist, werden viele von ihnen hier ohnehin schnell an ihre Grenzen kommen. Am Ende musst du für dich entscheiden, ob du einfach nur schöne Fotos von dir in deinem Cosplay-Outfit in einer coolen Location möchtest, oder ob du eben aussehen möchtest wie dein Lieblingsheld auf einem Kinoplakat. Der Zeitaufwand für den Fotografen ist bei Letzterem wesentlich höher.

Und dann ist das natürlich auch eine Frage des Budgets. Neben bezahlten Shootings bieten viele Fotografen auch TfP-Shootings (TfP = Time for Photos) an. Das heißt, der Cosplayer stellt, wie auch der Fotograf, seine Zeit unentgeltlich zur Verfügung. Im Gegenzug erhält das Cosplay-Model die Fotos zur relativ freien Verfügung und auch der Fotograf darf die Fotos natürlich für sein Portfolio nutzen. Auch ich biete auf Anfrage TfP-Shootings grundsätzlich an, behalte mir allerdings auch das Recht vor, eine Anfrage abzulehnen. Kein Fotograf wird ein TfP-Shooting böswillig ablehnen, doch natürlich muss ein solches Shooting auch ins Portfolio passen und man opfert dafür eine Menge Zeit.

Ebenfalls im Vorfeld des Shootings solltest du mit deinem Fotografen abklären, wie viele Fotos du erhältst und wie du diese nutzen darfst. Auch hier sollte dir bewusst sein, dass du bei Pay-Shootings in der Regel mehr Nutzungsrechte eingeräumt bekommen wirst als bei TfP-Shootings.

Requisiten

Je nach Charakter kann es sein, dass bei einem Foto-Shooting einige Requisiten notwendig sind. Überlege dir im Vorfeld zusammen mit deinem Fotografen ganz genau was ihr benötigt, was schon vorhanden ist und was noch gekauft oder gebastelt werden muss. So bekommt ihr auch ein Gespür dafür, in welchem Zeitraum das Shooting stattfinden kann.

Und ähnlich wie beim Kofferpacken vor dem Urlaub empfehle ich dir auch vor einem Cosplay-Shooting eine Packliste, auf der du alles abhakst, was bereits im Gepäck verstaut ist. So läufst du nicht Gefahr, bei deiner Ankunft am Shooting-Ort böse überrascht zu werden und möglicherweise den kompletten Plan über den Haufen zu werfen.

Helfer

Es spricht in der Regel nichts dagegen, wenn du noch jemanden zu deinem Foto-Shooting zur Unterstützung mitbringst. Mental kann ein guter Freund oder eine Freundin extrem hilfreich sein, wenn man sich noch unsicher vor der Kamera ist. Aber auch kleinere Assistenten-Aufgaben kann deine Begleitung übernehmen, z.B. mal das Cape halten, dir beim Schminken helfen, den Reflektor halten oder, oder, oder…

Andreas Döring

Das Shooting

Wenn du dich um Fotograf, Location, Requisiten, Gruppenmitglieder und/oder Begleitung gekümmert hast, kann es auch schon losgehen.

Sicherheit

Coole Posen an ausgefallenen Orten sind toll, aber gesund bleiben noch viel toller. Bringe dich und niemand anderen unnötig in Gefahr und beachte Verbotsschilder und Warnhinweise. Und auch wenn es so einfach klingt: Vergiss bei Hitze nicht das Trinken 😉

Nachbereitung

Direkt nach dem Shooting bietet sich im Normalfall durchaus die Gelegenheit, noch mal zusammen über die Fotos zu schauen und gemeinsame Favoriten direkt zu markieren. Für den Fotografen beginnt nun erst mal der weitaus größte Teil der Arbeit, nämlich die Retusche und das Compositing.

Hier herrscht tatsächlich das größte Konfliktpotential, denn nur die wenigsten Fotografen geben den Models unbearbeitete Bilder heraus und wollen stattdessen ihre Werke komplett eigenständig entwickeln. Da das Compositing unter Umständen aber mehrere Stunden pro Foto dauert, man hin und wieder begonnene Fotos verwirft, weil es doch nicht zum gewünschten Ergebnis kommt, vergehen schon mal ein paar Wochen, bis der Cosplayer die ersten Ergebnisse zu Gesicht bekommt. Für weniger Frust beim Model kann der Fotograf sorgen, wenn er von vornherein klar macht, dass die Entwicklung der Fotos einiges an Zeit in Anspruch nimmt, denn es stehen ja auch noch andere Shootings und Aufgaben an. Kommunikation ist hier definitiv das Zauberwort.

Sobald der Fotograf die fertigen Bilder zur Verfügung stellt (ich persönlich bevorzuge die Bereitstellung in meiner Cloud), sollten sich beide noch mal über die vereinbarten Nutzungsrechte austauschen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Als Cosplayer solltest du jederzeit offen kommunizieren, was du möchtest. Wenn der Fotograf es dir nicht versprechen kann oder will, solltet ihr zumindest darüber geredet haben, um die gegenseitige Erwartungshaltung anzupassen, oder um doch noch von einer Zusammenarbeit Abstand zu nehmen.

Fazit

Wie so oft im Leben ist Planung die halbe Miete. Aber mach‘ dich nicht verrückt und geh‘ die Sache entspannt an, denn manchmal ist es am Ende doch nur: Kostüm an, Pose einnehmen, knipsen.

Ich konnte dich überzeugen und du würdest gerne ein Schnupper-Shooting mit mir vereinbaren? Dann schau dir meine Angebote an und schreib mir von deiner Idee.

Hinterlasse eine Antwort

Privatsphären-Einstellungen

Kurz zu den Cookies, dann geht's weiter...

Meine Website verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe zu analysieren. Außerdem gebe ich Informationen zu deiner Verwendung meiner Website an meine Partner für Analysen weiter. Meine Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die du ihnen bereitgestellt hast oder die sie im Rahmen deiner Nutzung der Dienste gesammelt haben.

Klicken, um den Google Analytics Tracking-Code zu aktivieren/deaktivieren
Klicken, um Google Fonts zu aktivieren/deaktivieren
Klicken, um Google Maps zu aktivieren/deaktivieren
Klicken, um die eingebetteten Videos (YouTube, Vimeo, etc.) zu aktivieren/deaktivieren

Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.

Meine Website benutzt Cookies, hauptsächlich von Drittanbietern. Bitte definiere deine Privatsphären-Einstellungen und/oder stimme der Verwendung von Cookies zu, um die Website optimal dargestellt zu bekommen.